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Freitag, 10. Juni 05
step one
andersanders, 04:25h
seit heute fahr ich nicht mehr Aufzug,
nein, ich laufe alle Treppen.
(ausser mit tonnenweise zu schleppen)
in New York wär das was für Deppen,
aber hier gibts eh nich viel zu steppen.
nein, ich laufe alle Treppen.
(ausser mit tonnenweise zu schleppen)
in New York wär das was für Deppen,
aber hier gibts eh nich viel zu steppen.
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fragen ü. fragen
andersanders, 04:06h
„Gorbatschow bat mich um einen Lagebericht (so würde ich auch gern mal eine story beginnen) ich sollte beschreiben, wie es zwei Jahrzehnte nach dem Anfang vom Ende des Kommunismus um Europa und die Welt steht.
Meiner Meinung nach verhält es sich so: Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der UdSSR macht niemand mehr dem Kapitalismus das globale Spielfeld streitig – er kann der Welt seinen Willen aufzwingen. Doch vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, dass sich auch das kapitalistische Lager an so eine interne, selbstkritische Bestandsaufnahme macht und sich fragt, wie es die Welt seit 1989 geprägt hat. Denn die Wirklichkeit sieht düster aus.
Während Unternehmensprofite überall auf der Welt in die Höhe schießen, geht es momentan 89 Ländern wirtschaftlich schlechter als Anfang der neunziger Jahre. Der Kapitalismus hatte versprochen, die Globalisierung würde die Kluft zwischen Reich und Arm verringern. Stattdessen ist sie nur noch größer geworden. Die 356 wohlhabendsten Familien der Welt erfreuen sich zusammen eines Reichtums, der mittlerweile das Jahreseinkommen von 40 Prozent der gesamten Menschheit übertrifft. Die drei allerreichsten Familien, Bill Gates, Warren Buffet und die Waltons von der Wal-Mart-Supermarktkette, verfügen zusammen über mehr Vermögen, als dem Jahreseinkommen der 940 Millionen ärmsten Menschen auf der Erde entspricht.
Kapitalistische Vordenker versprachen, die Unvernetzten zu vernetzen, die Armen der Welt ins globale High-Tech-Dorf aufzunehmen. Das Versprechen ist nicht eingelöst worden. Zwei Drittel der Menschheit haben noch immer nicht auch nur ein einziges Telefongespräch geführt, und ein Drittel der Menschheit hat keinen Zugang zu Elektrizität, lebt von der globalen Wirtschaft isoliert.“
j.rifkin in der zeit
Wohin zeigt ihr alle? Oder zeigt ihr nur auf andere? Hat überhaupt irgendjemand ein Konzept oder glauben immernoch alle an die „unsichtbare regulierende Hand“? Gibt es Wahrheiten? Dieser ganze verschwörungstheoretische Ansatz hat zwar mein Bewusstsein geschärft, aber aufgedeckt hat sich gar nichts. Die Kirche hat das Matriarchat beseitigt? Wenige Auserlesene regieren die Welt? Der Vatikan weiß dies und das? Ufologie gegen Potiosektion? Kommunismus ist der Feind? Wir waren nie auf dem Mond? Weiße Jeans sind wieder Okeh? Es geht um Religion? Hauptsache, die Türken fallen nicht ein? Wir sind so was von überlegen? Nicht weil wir überlegen, sondern uns Genmerkmale prägen? Intelligenz lässt sich in Zahlen ausdrücken?
Wie würden wir jetzt dastehen, wäre Stoiber mit Bush in den Krieg gezogen? Welche Legitimation haben Völkerrecht oder NATO seit Guantanamo Bay? Wofür wird das ganze Geld verschwendet? Wären wir besser dran, wenn jeder selber schaut, wo er bleibt? Muss man dankbar sein für amerikanische Außenpolitik oder kann man sie je verzeihen? Noch vor kurzem dachte ich, optimal wäre, in einem großen Knall mit der gesamten Menschheit unterzugehen. Dann hätte ich nichts verpasst.
Völliger Kwatsch. Wenn wir mit der Prämisse nicht an Ufos glauben, dass es recht unwahrscheinlich ist, sich schneller als Licht zu bewegen, dann wird es wohl auch nichts mit einer sinnvollen Flucht vom Planeten Erde. Wenn die Menschheit einen Sinn hat, der sich aus unserem heutigen Lebens- und Wissensstandart ergeben muss, dann kann dieser nur der längstmögliche Fortbestand des Menschen auf diesem Planeten mit den dafür notwendigen Ressourcen sein. Dieser ist natürlich nicht allein von uns abhängig, aber es lässt sich wohl kaum noch verleugnen, dass alles heftigst den Bach runter geht.
Warum ist das 3literAuto nicht das schönste von allen? Warum haben LKW eine so stomlinienunförmige Bauart? Warum ist es so verdammt kalt im Juni?
schafskälte.
Meiner Meinung nach verhält es sich so: Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der UdSSR macht niemand mehr dem Kapitalismus das globale Spielfeld streitig – er kann der Welt seinen Willen aufzwingen. Doch vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, dass sich auch das kapitalistische Lager an so eine interne, selbstkritische Bestandsaufnahme macht und sich fragt, wie es die Welt seit 1989 geprägt hat. Denn die Wirklichkeit sieht düster aus.
Während Unternehmensprofite überall auf der Welt in die Höhe schießen, geht es momentan 89 Ländern wirtschaftlich schlechter als Anfang der neunziger Jahre. Der Kapitalismus hatte versprochen, die Globalisierung würde die Kluft zwischen Reich und Arm verringern. Stattdessen ist sie nur noch größer geworden. Die 356 wohlhabendsten Familien der Welt erfreuen sich zusammen eines Reichtums, der mittlerweile das Jahreseinkommen von 40 Prozent der gesamten Menschheit übertrifft. Die drei allerreichsten Familien, Bill Gates, Warren Buffet und die Waltons von der Wal-Mart-Supermarktkette, verfügen zusammen über mehr Vermögen, als dem Jahreseinkommen der 940 Millionen ärmsten Menschen auf der Erde entspricht.
Kapitalistische Vordenker versprachen, die Unvernetzten zu vernetzen, die Armen der Welt ins globale High-Tech-Dorf aufzunehmen. Das Versprechen ist nicht eingelöst worden. Zwei Drittel der Menschheit haben noch immer nicht auch nur ein einziges Telefongespräch geführt, und ein Drittel der Menschheit hat keinen Zugang zu Elektrizität, lebt von der globalen Wirtschaft isoliert.“
j.rifkin in der zeit
Wohin zeigt ihr alle? Oder zeigt ihr nur auf andere? Hat überhaupt irgendjemand ein Konzept oder glauben immernoch alle an die „unsichtbare regulierende Hand“? Gibt es Wahrheiten? Dieser ganze verschwörungstheoretische Ansatz hat zwar mein Bewusstsein geschärft, aber aufgedeckt hat sich gar nichts. Die Kirche hat das Matriarchat beseitigt? Wenige Auserlesene regieren die Welt? Der Vatikan weiß dies und das? Ufologie gegen Potiosektion? Kommunismus ist der Feind? Wir waren nie auf dem Mond? Weiße Jeans sind wieder Okeh? Es geht um Religion? Hauptsache, die Türken fallen nicht ein? Wir sind so was von überlegen? Nicht weil wir überlegen, sondern uns Genmerkmale prägen? Intelligenz lässt sich in Zahlen ausdrücken?
Wie würden wir jetzt dastehen, wäre Stoiber mit Bush in den Krieg gezogen? Welche Legitimation haben Völkerrecht oder NATO seit Guantanamo Bay? Wofür wird das ganze Geld verschwendet? Wären wir besser dran, wenn jeder selber schaut, wo er bleibt? Muss man dankbar sein für amerikanische Außenpolitik oder kann man sie je verzeihen? Noch vor kurzem dachte ich, optimal wäre, in einem großen Knall mit der gesamten Menschheit unterzugehen. Dann hätte ich nichts verpasst.
Völliger Kwatsch. Wenn wir mit der Prämisse nicht an Ufos glauben, dass es recht unwahrscheinlich ist, sich schneller als Licht zu bewegen, dann wird es wohl auch nichts mit einer sinnvollen Flucht vom Planeten Erde. Wenn die Menschheit einen Sinn hat, der sich aus unserem heutigen Lebens- und Wissensstandart ergeben muss, dann kann dieser nur der längstmögliche Fortbestand des Menschen auf diesem Planeten mit den dafür notwendigen Ressourcen sein. Dieser ist natürlich nicht allein von uns abhängig, aber es lässt sich wohl kaum noch verleugnen, dass alles heftigst den Bach runter geht.
Warum ist das 3literAuto nicht das schönste von allen? Warum haben LKW eine so stomlinienunförmige Bauart? Warum ist es so verdammt kalt im Juni?
schafskälte.
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Mittwoch, 8. Juni 05
andersanders
andersanders, 18:44h
Ab heute wird alles besser. Es wird das beste, das ich mir vorstellen kann.
Ich dachte, bevor ich diese Erfolgsstory für mich behalte, teile ich sie lieber mit meinem schöpflöffelnden Ego und random euch.
Bei mir ist es so: alles, was ich schon längst für richtig befunden habe, wird überlagert von dem, was sich als der nicht vorhandene Unterhaltungswert der Realität herausgestellt oder sich automatisiert oder der Gesellschaft angepasst hat, die zwar idealistisch daherkommt, aber so sehr von Korruption verzerrt ist, dass ich nicht glaube, darüber hinwegsehen zu können.
Ein paar Mal hier seinen Senf dazugeben, ein wenig studieren, ein paar Kröten hier und da und man krault mir die Klöten, wunderbar. Ich bin ein verkifftes verweichlichtes Arschloch und weiß nichts aus meinen Talenten zu machen, geschweige denn, irgendetwas durchzuziehen. Davor denk ich es lieber kaputt. Und weiß nicht mehr, ob ich überhaupt noch eines verknüpfenden, klaren Gedankens fähig bin. Ich bin meinen Instinkten taub und meinen Emotionen untreu gegenüber. Natürlich packt es mich manchmal, aber die Abwehrmechanismen sind äußerst effektiv ausgeklügelt. Ich habe vieles versucht und noch viel mehr bleiben lassen, bin zu lange hinter meinen Möglichkeiten geblieben, hab mich lieber nicht entschieden. Und plötzlich 27.
Würde ich alles wofür thun? Was ist ich? Bringt es was?
Ich bin die Made im Speck, ich lebe auf Kosten meiner mich liebenden Eltern, die meine Wohnung und meinen Unterhalt bezahlen. Wir haben ein prima Verhältnis und sie können auch ganz gut damit leben, aber ich nicht mehr.
Wenn es einem ohne was zu thun zu gut geht, fällt es oft schwer sich zu motivieren. Nicht sich geistig echauffieren oder mit Halbwissen jonglieren zählt. So wird es nichts. Den Nihilismus habt ihr mir aufgezwungen, aber er ist besser, als sich gar nicht dafür zu interessieren. Wahrscheinlich. Und jetzt?
Ich sortiere neu. Ich verleugne meine Determiniertheit und meine Ressentiments, und lasse mich nicht mehr dahintreiben. Ich verschwende meine Zeit nicht mehr und beherrsche meinen Willen. Denn ich will. Und muss mich selbst retten. Und dachte, wenn da mal jemand seinen Senf dazugibt, das wär nicht schlecht. Denn ich bin ganz schön verdreht. Und ich weiss oft nicht wo anfangen. Aber ich sprudle vor Ideen. Und möchte sie ab heute ALLE umsetzen.
Ich unterteile mein Leben fortan in ein paar Überkategorien, die sich als interessant oder notwendig herausgestellt haben und mir verarbeitungswürdig erscheinen. Ich werde jeden Tag aufs Neue planen, aber eben aufgeteilt in ein paar feste zeitliche Grundraster, die täglich erfüllt werden müssen. Natürlich hab ich das alles schon versucht, aber ha! Das war gestern.
Heute wird ein TiddelyWicki geführt und mindgemappt, heute wird sich auf ein Minimum (Grundkonsens) festgelegt und daran gearbeitet. Ich werde alles herausfinden, und jeder kann gerne daran teilhaben.
Ich dachte, bevor ich diese Erfolgsstory für mich behalte, teile ich sie lieber mit meinem schöpflöffelnden Ego und random euch.
Bei mir ist es so: alles, was ich schon längst für richtig befunden habe, wird überlagert von dem, was sich als der nicht vorhandene Unterhaltungswert der Realität herausgestellt oder sich automatisiert oder der Gesellschaft angepasst hat, die zwar idealistisch daherkommt, aber so sehr von Korruption verzerrt ist, dass ich nicht glaube, darüber hinwegsehen zu können.
Ein paar Mal hier seinen Senf dazugeben, ein wenig studieren, ein paar Kröten hier und da und man krault mir die Klöten, wunderbar. Ich bin ein verkifftes verweichlichtes Arschloch und weiß nichts aus meinen Talenten zu machen, geschweige denn, irgendetwas durchzuziehen. Davor denk ich es lieber kaputt. Und weiß nicht mehr, ob ich überhaupt noch eines verknüpfenden, klaren Gedankens fähig bin. Ich bin meinen Instinkten taub und meinen Emotionen untreu gegenüber. Natürlich packt es mich manchmal, aber die Abwehrmechanismen sind äußerst effektiv ausgeklügelt. Ich habe vieles versucht und noch viel mehr bleiben lassen, bin zu lange hinter meinen Möglichkeiten geblieben, hab mich lieber nicht entschieden. Und plötzlich 27.
Würde ich alles wofür thun? Was ist ich? Bringt es was?
Ich bin die Made im Speck, ich lebe auf Kosten meiner mich liebenden Eltern, die meine Wohnung und meinen Unterhalt bezahlen. Wir haben ein prima Verhältnis und sie können auch ganz gut damit leben, aber ich nicht mehr.
Wenn es einem ohne was zu thun zu gut geht, fällt es oft schwer sich zu motivieren. Nicht sich geistig echauffieren oder mit Halbwissen jonglieren zählt. So wird es nichts. Den Nihilismus habt ihr mir aufgezwungen, aber er ist besser, als sich gar nicht dafür zu interessieren. Wahrscheinlich. Und jetzt?
Ich sortiere neu. Ich verleugne meine Determiniertheit und meine Ressentiments, und lasse mich nicht mehr dahintreiben. Ich verschwende meine Zeit nicht mehr und beherrsche meinen Willen. Denn ich will. Und muss mich selbst retten. Und dachte, wenn da mal jemand seinen Senf dazugibt, das wär nicht schlecht. Denn ich bin ganz schön verdreht. Und ich weiss oft nicht wo anfangen. Aber ich sprudle vor Ideen. Und möchte sie ab heute ALLE umsetzen.
Ich unterteile mein Leben fortan in ein paar Überkategorien, die sich als interessant oder notwendig herausgestellt haben und mir verarbeitungswürdig erscheinen. Ich werde jeden Tag aufs Neue planen, aber eben aufgeteilt in ein paar feste zeitliche Grundraster, die täglich erfüllt werden müssen. Natürlich hab ich das alles schon versucht, aber ha! Das war gestern.
Heute wird ein TiddelyWicki geführt und mindgemappt, heute wird sich auf ein Minimum (Grundkonsens) festgelegt und daran gearbeitet. Ich werde alles herausfinden, und jeder kann gerne daran teilhaben.
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