Sonntag, 22. Januar 06
ode to the sun
now playin: dredg - ode to the sun

Die Sonne, denke ich, wirst du sagen, verleihe dem Sichtbaren
nicht nur das Vermögen, gesehen zu werden,
sondern auch das Werden und Wachstum und Nahrung,
unerachtet sie selbst nicht Werden ist.
(...)
Ebenso nun sage auch, daß dem Erkennbaren
nicht nur das Erkanntwerden von dem Guten komme,
sondern auch das Sein und Wesen habe es von ihm,
obwohl das Gute selbst nicht das Sein ist,
sondern noch über das Sein an Würde und Kraft hinausragt.

(platon: politeia, [509b])

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Mittwoch, 30. November 05
hier bei pürer
"mir hom es da mit foigendem pröblem zum dhun mit dem journalismus: jounalistische produkte sind nuneinmal geistig kulturelle güter. diese güter werden aus unterschiedlichsten blickwinkeln betrachtet. ein leidenschaftlicher bildleser wird genauso manifestierte qualitätsmerkmale für sein käsblatt onführn wie der sz-abonnent, verstehns?"
qualitätsranking 200 befragter chefredakteure

1) richtigkeit
2) vermittlung (medien-/inhaltsadäquat)
3) aktualität
4) relevanz

quolidät im journalismus definiern zu wolln gleicht dem versuch, ehnen pudding an die wand nageln zu woin.

journalistische individualethik vs. systemethik, erzählt der hier einen von veranwortungsbewussten journalisten und spricht noch im gleichen satz von haftbarkeit.

"die onlinemedien eröffnen ganz neue perspektiven. s ist auch sinnfall, diese möglichkeiten zu nutzen und nicht ehnz zu ehnz printinhalte zu kopieren (medienspezifische eigengesetzlichkeiten). komlementäre nutzung verleitet zu schlampiger recherche, stod dessn gibts globalität, interaktividät, aktualität, ein guter journalist wird auch von hypertextualität gebrauch machen."

(was mach ich eigentlich hier?)

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Freitag, 18. November 05
google search requests:

"epistemologische Monströsität"
"nirgendwo-blickpunkt"
"nichtmonologische Facetten"
"bedeutungsatomismus"

kannso nich arbeiten.

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Dienstag, 19. Juli 05
linkshaken
und wieder herr von randow; verstärkt aktiv, nachdem er sich nichtmehr mit seinem ohnehin spärlich erklärlichen blog beschäftigen muss:
gestern noch nagasaki und heute die linkspartei:
"mag auch die Gesellschaft als Ganze in die Grütze gehen, vertrauen sie sich einer Partei an, deren Herkunft und Programm nahe legt, dass mit ihr der paternalistische Staat zurückkehrt."

platon wird mir immermehr zum orakel. geschichte wiederholt sich nicht nur, „die wichtigste Lehre der Geschichte ist bekanntlich die, dass die Menschen nicht sehr viel aus der Geschichte lernen“ (A. Huxley).

im 8. buch der politeia erkennt er verschiedene herrschaftsformen und ihren verfall. aus der timokratie wird die oligarchie, die oligarchen kümmern sich um nichts anderes als ihr vermögen bis es schließlich revolutionsbedingt zur demokratie kommt (was in der politeia, vor etwa 2500 jahren verfasst, bereits die aufklärung mit einschließt).
die demokratie geht jedoch an ihrem übermaß an freiheit zugrunde und schlägt ins gegenteil, die tyrannis um. das volk wird durch demagogen verführt und macht einen von ihnen zum führer (zwischen gregory und oskar wird es früh genug kriseln). der tyrann wird sich zunächt freundlich kämpferisch verhalten und versprechungen machen, dann aber wird er anfangen, politische gegner verfolgen zu lassen, treue werden ihm immer nur die schlechtesten halten, es kommt zu einer negativen auslese und die anarchie der staaten untereinander erhält einzug in die schlechte polis.

ob das ganze mit vorsicht zu geniessen ist oder die unmündige masse der freiheit schlichtweg nicht fähig ist, maße ich mir nicht an zu beurteilen.

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Sonntag, 10. Juli 05
Ja, auch am Sonntag
Da der Lernplan keine Wochentage kennt, kann heute auch keine Milde walten. Weil die Zeit zu knapp ist, alle als studienrelevant eingestuften Autthoren zu behandeln, haben wir uns auf die fünf Markantesten festgelegt. Von der griechischen Philosophie bis zu unserem heutigen Kandidaten ist es ein großer Sprung, um genau zu sein einer von 1900 Jahren. Aristoteles starb 322 v. Chr., unser heutiger Gegenstand ist

Thomas Hobbes (1588 – 1679)

War mit Descartes, Mersenne und Galilei befreundet, erteilte Mathematikunterricht. Sein großes Vorbild war Galilei, er lehnte die Spekulation ab und definierte Philosophie nüchtern als Erkenntnis der Wirkungen aus den Ursachen und der Ursachen aus den beobachteten Wirkungen. Der Zweck der Philosophie war für ihn, die Wirkungen vorherzusehen und für das menschliche Leben nutzbar zu machen.

Hobbes ist angenehm im Orginaltext, er führt den Leser, mathematisch, aufzählend, dekliniert seine Argumente durch.


O-Text:
„wenn die Menschen einander von Natur, d.h. bloß weil sie Menschen sind, liebten, wäre es unerklärlich, weshalb nicht jeder einen jeden in gleichem Maße liebte, da sie ja alle in gleichem Maße Menschen sind; (…) der Mensch such also von natur keine Gesellschaft um der Gesellschaft willen, sondern um von ihr Ehre und Vorteil zu erlangen. Dies begehrt er zuerst, das andere nur an zweiter Stelle.“

"Den Willen zu schaden haben im Naturzustand alle Menschen. Bei diesem entsteht er aus eitler Ehrsucht und Überschätzung seiner Kraft; bei jenem aus der Notwendigkeit, seinen Besitz und seine Freiheit gegen den anderen zu verteidigen."

"Am häufigsten wollen die Menschen einander verletzen, weil viele denselben Gegenstand zugleich begehren, der sehr oft weder gemeinsam genossen noch geteilt werden kann. Deshalb muss der Stärkste ihn haben; und wer der Stärkste ist, das muss mit dem Schwerte entschieden werden.“



Da der Mensch von Natur aus böse ist, kann der Staatsvertrag kein Gesellschaftsvertrag, sondern muss ein Herrschafts- und Unterwerfungsvertrag sein. Der Staatswille muss allmächtig sein und über dem Gesetz stehen.

Religion und Aberglaube (auch Ketzerei) unterscheiden sich nur darin, dass die erstere vom Staat anerkannter ist und letzterer nicht anerkannter Glaube ist.

Es gibt also nur die Wahl zwischen zwei Übeln: dem anarchischen Urzustand und völliger Unterwerfung unter eine staatliche Ordnung.
Ordnungswert im Zeichen des Friedens relativiert alle anderen Werte.

Jah.
Unsortiert.
Wird schonnoch.

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Samstag, 9. Juli 05
Aries Tottle
gestern ganz toll produktiv gewesen, was platon angeht. den (das?) essay natürlich handschriftlich verfasst um realistische prüfungsbedingungen nachzuahmen. war zu müde um ihn (es?) noch abzutippen, kommt vielleicht irgendwann.

wie gestern bereits angekündigt, geht es heute mit aristoteles weiter, dem weitaus verkomplizierteren schüler von platon (die abbildung zeigt platon und aristoteles, wie damals so üblich im gehen philosophierend).

seine main topics, was mein studium betrifft, sind

- der mensch als zoon politikon
- die verbindung von ethik und moral (nikomachische ethik)
- Konzept der "Praktischen Wissenschaft"
- Tugendlehre
- Theorie der menschlichen Praxis

""Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen."

zur Tugend: Wer sich bei großem Anlass zur Freude oder Lust – etwa, wenn ein Krieg gewonnen wurde oder ein Fest zu feiern war – nur mäßig erregt, gilt als ebenso wenig Tugendhaft, wie der, der bei der kleinsten Gelegenheit vor Erregung vergeht

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Freitag, 8. Juli 05
15 tage bis zur zwischenprüfung
naja, das wird recht knapp. nichts desto trotz einen sinnvoll gegliederten zeitplan erstellt, der 4 semester politische theorie, politische systeme und internationale beziehungen in ihren grundlegenden begriffen wiederholt.

ich könnte wirklich hilfe gebrauchen! alle erkenntnisse die ich ziehe, werden hier gepostet, für anmerkungen und korrekturen bin ich äusserst dankbar.

bis sonntag werden platon, aristoteles und hobbes abgearbeitet. jeden tag 7 stunden, jeden tag das gleiche schema, jeden tag besser, mehr effektiver und klarer.

heute also: platon.

schwerpunkte:
- platonisches gesamtwerk (leben / einordnung)
- aufbau der politea
- theorie der gerechtigkeit
- theorie der besten polis
- sonnen-, linien- und höhlengleichnis
- ideenlehre
- mythos

"Wenn nicht entweder die Philosophen Könige werden [...] oder die, die man heute Könige nennt, echte und gründliche Philosophen werden, und wenn dies nicht in eines zusammenfällt: die Macht in der Stadt und die Philosophie [...] so wird es mit dem Elend kein Ende haben.[...] Denn es ist schwer einzusehen, dass nur in einer solchen Stadt das Glück für den einzelnen und die Gesamtheit zu finden sein sollte."

links? volltext? anyone?

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